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Kurzschlußfestigkeit

Die Kurzschlußfestigkeit teilt sich in zwei Teile auf:

1. Mechanische Kurzschlußfestigkeit

Diese Kurzschlußfestigkeit ist die ausreichende mechanische Belastbarkeit eines Transformators und der Zuleitungen für die an anderer Stelle beschriebenen Lorentzkräfte. Die Kräfte müssen für den Spitzenwert des Kurzschlußstroms Ik berechnet werden.
Diese Art Kurzschlußfestigkeit ist eine Grundvoraussetzung für jeden Transformator.
Zusätzlich muß er noch in gewissem Umfang eine zweite Art von K. erfüllen:

2. Thermische Kurzschlußfestigkeit

Im Kurzschlußfall werden große Transformatoren mit einer Wärmeentwicklung konfrontiert, die weit über dem liegt, was im zulässigen Temperaturbereich abgegeben werden kann.
Die Wärmekapazität der verwendeten Materialien speichert jedoch die Wärme und sorgt für einen vorteilhaften gleichmäßigen Anstieg der Temperatur.
Der Transformator muß in jedem Fall so konstruiert sein, daß er diesem Temperaturanstieg standhält, bis die Schutzeinrichtungen ansprechen. (Thermisches Modell eines Transformators)
Nach Norm gilt für die meisten Transformatoren eine Kurzschlußdauer von 2 Sekunden.